Das etwas andere Studium: Journalistenschulen
5. August 2010 von Lisa
Aber erst mal muss gecasted werden.
Der Rundfunksender RTL wie auch der Axel Springer Verlag gehören zu den größten medialen Sprachrohren des Landes. Und sie produzieren ständig frische Pressemenschen in ihren Journalistenschulen
Beiden Schulen gemeinsam, ist die Koppelung an einen Mediengiganten, der Unterschied liegt in den vorgeebneten Wegen der Schüler. So ist das Ziel nach der Ausbildung der RTL Journalistenschule, die frischen Absolventen an den Muttersender zu schicken und das der Axel Springer Akademie sie in seinen Printmedien, wie Welt oder Bild einzusetzen.
Für die zukünftigen Journalisten besteht aber die vorerst größte Hürde überhaupt an die Ausbildung heranzukommen. Hier fallen die üblichen Aussiebekriterien wie Numerus Clausus nicht ins Gewicht, denn Talent, Wissen und Engagement sind gefragt. Bei der Axel Springer Akademie beispielsweise stürmen jährlich 1200 Möchtegernjournalisten auf 40 Ausbildungsplätze los. Der Verlag veranstaltet ein regelrechtes Talentcasting um seine Kapazitäten optimal zu besetzen, das geschieht in einem mehrstufigen System:
- Zuerst müssen die Anwärter eine Probereportage, sowie Arbeitsproben und die obligatorischen Zeugnisse einreichen, das geschieht online.
- Die besten 200 müssen einen Schreib- und Wissenstest durchlaufen in dem sich 80 Finalisten herauskristallisieren.
- Diese werden zum persönlichen Gespräch eingeladen¸ in dem wiederum ein Wissenstest mit Bildern durchlaufen wird. Wieder wird die Hälfte der Bewerber ausgesiebt. Die verbleibenden 40 haben es geschafft und können ihre journalistische Ausbildung antreten.
Die Tests sind mit denen anderer Schulen verwandt, denn auch die deutsche Journalistenschule in München wählt ihre Studenten auf diese Art und Weise aus. Diese sind so ausgelegt, dass sehr gute Bewerber 70 bis 90 % der Punkte erreichen können aber knacken wird die Nuss wohl niemand.
Links zum Thema:
- Studiengänge Online: Journalismus
- Unispiegel: Journalistentest













